

Für Frau Schumbrutzki war das nicht verständlich, dass in der heimeligen Adventszeit nicht Tannengrün, Kerzen, Plätzchen- und Glühweinduft unsere Kirche schmücken, sondern eine alte, trockene Wurzel, Steine und Tonscherben vor dem Altar lagen. Zumindest hätte sie all das unansehnliche Zeug am liebsten mit einem Tuch zugedeckt.
Doch ihre Enkelin (im Anspiel) Dorothea hatte ihr schnell erklärt, dass genau diese trockene Wurzel ein Zeichen des Wartens sein kann, eine Wurzel, aus der neue frische Triebe sprossen können. Und die Scherben und Steine als Zeichen für unsere Fehler und Schwächen eben nicht zugedeckt werden sollen, sondern wir sie zu Gott bringen dürfen und er sie heilt.
Zu den Fürbitten brachten dann Kinder frisches Grün zum Altar, das an verschiedenen Stellen in der Wurzel seinen Platz fand und als Symbol für die Hoffnung stehen soll.
Viele Familien mit ihren Kindern besuchten diesen Gottesdienst und sind schon gespannt, wie sich dieses "Adventsbild" weiterentwickelt.
Datum: 01.12.2009
Wolfgang Schwemmer
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